21. Februar 2022

Laichzüge von Grasfrosch, Erdkröte und Co. beginnen

Naturschutz

Jetzt wachen sie langsam wieder auf und machen sich auf ihren Weg zu den Laichgründen – Reptilien aller Art, die der inneren Uhr folgen und auf der Suche nach einem Partner sind.

Um Grasfrösche, Erdkröten, Feuersalamander und Molche auf ihrer Wanderung zu ihren Laichgewässern zu schützen, werden an viel befahrenen Straßen rund um Wiesbaden sogenannte Amphibienleitsysteme von Ende Februar bis Juni aufgebaut. In der Landeshauptstadt erfolgt dies im Auftrag des Umweltamtes im Bereich der Eishausweiher in Klarenthal, im unteren Goldsteintal und im Bereich der Auringer Mühle. Dort wird um langsame Fahrweise gebeten, um Tiere sowie Helferinnen und Helfer, die Warnwesten tragen, um in den dunklen Stunden gut erkannt zu werden, zu schützen.

Achten Sie auf Helfer in der Dunkelheit

Engagierte Unterstützerinnen und Unterstützer der Wiesbadener Naturschutzverbände sind während der Zeit der Hinwanderung bis zur Rückwanderung der Alttiere in den Abend- und Morgenstunden unterwegs. Sie sammeln täglich Tiere aus den Fangeimern entlang der Amphibienzäune ein und bringen sie sicher über die Straße. Weiterhin überprüfen sie die Funktion der Zäune und informieren das Umweltamt bei auftretenden Problemen. Dabei dokumentieren sie auch regelmäßig die Zahl der Tiere, um die örtliche Populationsentwicklung der Amphibien über Jahre hinweg verfolgen zu können.

Amphibienzäune aufgestellt

Abgestimmt mit dem betreuenden BUND, entfällt in diesem Jahr die nächtliche Straßensperrung zwischen Heßloch und Auringen. Anstelle dessen bieten Amphibienzäune entlang dieser Strecke Schutz. In den letzten Jahren ergaben Zählungen des BUND rückläufige Populationsgrößen, was möglicherweise an geänderten Wanderrouten der Tiere liegt. Aber auch die Klimaveränderungen, zuletzt mit den sehr heißen und trockenen Sommern 2018 bis 2020, könnten zur Verringerung der Populationen geführt haben.

Entlang des Querbach- und Alsbachtals wird das Umweltamt an verschiedenen Stellen zusätzliche Laichgewässer schaffen, um die Amphibienpopulation in Wiesbaden unter den schwierigen klimatischen Bedingungen zu fördern.

Auch Sie können helfen

Der BUND sucht noch weitere Helferinnen und Helfer zur Betreuung der Amphibienschutzanlage in Auringen. Interessierte wenden sich an julia.beltz@bund-wiesbaden.de.

Auf einen Blick – hier werden Amphibienzäune aufgestellt:

Auringen
K 661 – Ortsausgang Heßloch/in Richtung Auringen K 659 – im Bereich Alsbachtal/Kläranlage/Straßeneinmündung Richtung Heßloch

Klarenthal
Im Bereich der Eishausweiher; Lahnstraße/Wilfried-Ries-Straße

Sonnenberg
Unteres Goldsteintal in Richtung Hubertushütte

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