In Wallau ist der Ortsbeirat in die neue Legislaturperiode gestartet – mit einer Mischung aus vertrauten Gesichtern und neuen Mehrheitsverhältnissen. Insgesamt neun Mitglieder gehören dem Gremium künftig an.
Die Zusammensetzung hat sich leicht verändert: Die Grünen konnten einen zusätzlichen Sitz gewinnen, während die SPD einen Platz einbüßte. Im Ortsbeirat vertreten sind künftig:
- Cornelia Koall (SPD)
- Michael Paulus (Grüne)
- Annkathrin Tempel (Grüne)
- Stefan Ullrich (Freie Wähler)
- Oliver Serr (Freie Wähler)
- Jörg Ströhmann (CDU)
- Petra Schumann (CDU)
- Wolfgang Exner (CDU)
- Michael Götz (CDU)
Klare Mehrheiten bei den Wahlen
In geheimer Wahl wurde Jörg Ströhmann (CDU) mit 8 Ja-Stimmen und einer Enthaltung zum Ortsvorsteher gewählt. Sein Stellvertreter ist Stefan Ullrich (Freie Wähler), der in offener Abstimmung ebenfalls 8 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung erhielt.
Damit stehen zwei langjährig engagierte Wallauer an der Spitze des Gremiums, die beide tief im örtlichen Vereinsleben verwurzelt sind.
In seiner Antrittsrede machte Ströhmann deutlich, welchen Kurs er einschlagen will: Der Ortsbeirat solle über Parteigrenzen hinweg arbeiten und sich nicht in „parteipolitischem Geplänkel“ verlieren. Entscheidend sei, stets das Beste für Wallau im Blick zu behalten. Er freue sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit in den kommenden fünf Jahren.
Erste Themen zeigen: Die Arbeit läuft bereits
Dass der Ortsbeirat keine Zeit verlieren will, zeigte sich auch an der Tagesordnung. Mehrere Themen aus dem Ort wurden direkt aufgegriffen.
Erster Stadtrat Daniel Philipp berichtete, dass die Stadt bereits in vertiefenden Gesprächen zur Interimsbewirtschaftung des Recepturhofes sei. Eine Lösung könne zeitnah präsentiert werden.
Positiv bewertet wurde die neue 22-kW-Ladesäule im Rheingauer Weg, die bereits in Betrieb ist und gut angenommen wird.
Auch der gemeinsame Antrag des Ortsbeirats zum Thema Wallau III wurde aufgegriffen: Er ist inzwischen in die Bauleitplanung eingeflossen.
OBR-Budget kommt – Höhe noch offen
Entgegen zwischenzeitlicher Gerüchte wird der Ortsbeirat auch künftig wieder über ein eigenes Budget verfügen. Wie hoch dieses ausfallen wird, steht allerdings erst fest, wenn ein genehmigter Haushalt vorliegt.
Dauerbrenner bleibt ungelöst
Ein Thema sorgt weiterhin für Diskussionen: die sogenannte „Aldirampe“, also der Zugang für Radfahrer und Rollstuhlfahrer zum Gewerbegebiet. Dort häufen sich Vandalismusschäden, eine schnelle Lösung ist jedoch nicht in Sicht. Grund dafür ist weiterhin die ungeklärte Zuständigkeit für die Kosten.
Als Zwischenlösung wird über eine Schiene am Treppenaufgang nachgedacht, um zumindest Fahrrädern die Nutzung zu erleichtern.
Bushaltestellen bleiben unsicher
Eine Anfrage der Grünen zur Wiederaufstellung von Bushaltestellenhäuschen brachte wenig Hoffnung: Die Anlagen gehören einem privaten Werbebetreiber, der im Einzelfall entscheidet, ob ein Häuschen ersetzt wird. Während in der Theodor-Heuss-Straße Chancen bestehen, gilt ein neuer Unterstand an der Ländcheshalle derzeit als unwahrscheinlich.
Nächste Sitzung im Mai
Weitere offene Anfragen konnten noch nicht beantwortet werden und wurden auf die nächste Sitzung vertagt. Der Ortsbeirat kommt am Donnerstag, 21. Mai 2026, erneut zusammen. psn
Hallo, schön, dass Sie sich für eine neue Amtszeit des Ortsbeirates Wallau gefunden haben. Da hätte ich gleich mal eine Aufgabe betreffs des sogenannten „Fußballerheimes „ für Sie. Hierbei handelt es sich nicht um ein Vereinsheim, sondern um eine Vergnügungsstätte für Jedermann. Diese Baracke ist mit einer immensen Anlage ausgestattet. Wir als direkte Anwohner halten diese ständige, unerträgliche und teilweise bis in die Morgenstunden andauernde Lärmkulisse einfach nicht mehr aus!!! Speziell am Samstag den 25.04.2026 war es besonders rücksichtslos ! Es wurde wieder mal ein Doppelgeburtstag gefeiert mit entsprechendem Publikum. Ein Anruf bei der Polizei Hofheim in der Nacht blieb erfolglos – Hörer wurde gar nicht abgenommen – !
Vielleicht könnten Sie sich mal für dieses Problem verwenden, schließlich geht es um das Wohl Ihrer Wallauer Bürger. Mit freundlichen Grüßen
Peter Füssel