Der KreisStadtSommer gehört in Hofheim seit Jahrzehnten fest zum Veranstaltungskalender – doch in diesem Jahr beginnt die beliebte Reihe ohne ihr traditionelles Eröffnungsfest. Grund sind die drastischen Sparmaßnahmen der Stadt.
„Wir haben kein Geld mehr – dieser Satz gilt weiterhin“, macht Bürgermeister Wilhelm Schultze deutlich. Angesichts der hohen finanziellen Belastungen, die viele Bürgerinnen und Bürger bereits durch die gestiegene Grundsteuer spüren, wolle die Stadt auch bei sich selbst klare Zeichen setzen. „Die Absage des Eröffnungsfestes ist schmerzhaft, aber auch ein wichtiges Signal: Wir sparen, wo wir können.“
Seit dem Hessentag 1988 gibt es den KreisStadtSommer – in diesem Jahr geht er bereits in die 38. Runde. Trotz knapper Kassen bleibt das Grundgerüst bestehen: Vereine und Institutionen planen rund 65 Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet.
Stadt streicht eigene Programmpunkte
Verzichten muss Hofheim jedoch auf städtisch finanzierte Veranstaltungen innerhalb des Programms. Dazu zählen unter anderem die beliebten Jazzkonzerte sowie das Konzert an der Bergkapelle. Auch das komplette Eröffnungswochenende fällt dem Rotstift zum Opfer.
Nach Angaben der Stadt hätte selbst eine deutlich verkleinerte Variante noch rund 40.000 Euro gekostet. „Das können wir uns in diesem Jahr nicht leisten“, so Schultze.
Gallusmarkt und Adventsmarkt bleiben
Ganz ohne größere Feste bleibt Hofheim allerdings nicht: Der Gallusmarkt im Oktober sowie der Adventsmarkt am 5. und 6. Dezember sollen wie geplant stattfinden. Auch der Feierabendmarkt bleibt erhalten, nachdem dieser organisatorisch verschlankt und durch höhere Standgebühren für die Stadt kostenneutral gestaltet wurde.
Programm ab Ende Mai verfügbar
Das neue, anzeigenfinanzierte Programmheft zum KreisStadtSommer erscheint ab Montag, 26. Mai (Wäldchestag), in gedruckter Form. Zusätzlich steht es dann auch online auf der städtischen Homepage zum Download bereit. Wer also trotz Sparkurs den Sommer in Hofheim genießen möchte, findet weiterhin zahlreiche Angebote – nur eben ohne großes Eröffnungsfest. red