18. Mai 2026

Weniger Mülleimer im Hofheimer Wald – auch Wallau betroffen

Sparmaßnahme

Wer im Hofheimer Stadtwald unterwegs ist, wird künftig deutlich weniger Mülleimer entdecken. Die Stadt Hofheim hat testweise den Großteil der Abfallbehälter abbauen lassen. Von bislang 34 Mülleimern verbleiben nur noch acht im gesamten Forstgebiet – darunter auch der Mülleimer am Wallauer Waldparkplatz an der K793.

Die Maßnahme geht auf einen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes zurück. Nach Angaben der Stadt entstanden allein zwischen April und Dezember 2025 Kosten von rund 15.700 Euro für die Leerung der Mülleimer. Durch die Reduzierung sollen künftig jährlich rund 17.100 Euro eingespart werden.

Neben den finanziellen Gründen nennt die Stadt auch Umwelt- und Tierschutzaspekte. Immer wieder werde Müll aus überfüllten Eimern vom Wind im Wald verteilt. Zudem komme es häufig vor, dass Hausmüll illegal in den Wald-Mülleimern entsorgt werde. Das locke Wildtiere an, die sich verletzen oder Plastik fressen könnten.

Die Pfosten und Halterungen der entfernten Mülleimer bleiben allerdings zunächst stehen. Dort sollen Hinweisschilder die Hintergründe der Maßnahme erläutern. So könne die Stadt den ursprünglichen Zustand bei Bedarf später relativ unkompliziert wiederherstellen.

Diese Mülleimer bleiben bestehen

Folgende Standorte bleiben weiterhin erhalten:

  • Marxheim Gymnasiumschneise
  • Marxheim Waldparkplatz Sportpark Heide
  • Marxheim Hundewiese
  • Diedenbergen Naturparkplatz Weberhäuschen (K787)
  • Hofheim Forstgelände/Wildgehege
  • Lorsbach Waldparkplatz Buchwaldweg (L3368)
  • Wallau Waldparkplatz (K793)
  • Hofheim Hundewiese Viehweide

Erster Stadtrat Daniel Philipp appelliert in diesem Zusammenhang an die Eigenverantwortung der Waldbesucher. Möglichst wenig Verpackungsmüll mitzunehmen sei der beste Weg. Sein Motto: „Was mit in den Wald kommt, geht auch wieder mit nach Hause.“

52.000 Euro für wilden Müll

Die Stadt weist außerdem darauf hin, dass sogenannter „wilder Müll“ im gesamten Stadtgebiet ein zunehmendes Problem darstellt. Rund 52.000 Euro habe die Beseitigung im vergangenen Jahr gekostet. Dabei reiche die Bandbreite von weggeworfenen Pizzakartons bis hin zu illegal entsorgtem Erdaushub auf Feldwegen.

Wer Müll wie Reifen oder Müllsäcke einfach in der Natur entsorgt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit empfindlichen Geldbußen rechnen. In schwerwiegenden Fällen kann daraus sogar eine Straftat werden – etwa wenn Umweltgefährdungen durch Chemikalien oder größere Müllmengen entstehen. red

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert