Drei Bücher eröffnen in dieser Woche ganz unterschiedliche Perspektiven auf Menschen und ihre Geschichten. Charles Lewinsky überrascht mit „Eine andere Geschichte“, Annie Leibovitz rückt in „Women“ außergewöhnliche Frauen ins Bild und Martin Suter spielt in „Können Sie mich sehen?“ gewohnt raffiniert mit Wahrnehmung und Wirklichkeit. Neue Leseempfehlungen, die zum Entdecken, Staunen und Nachdenken einladen.

Eine andere Geschichte – Charles Lewinsky
Los Angeles, 1959. Der betagte Filmproduzent Curtis Melnitz wird jede Nacht von Albträumen heimgesucht. Er braucht unbedingt Schlaftabletten – aber die bekommt er nur, wenn er regelmäßig zur Psychoanalyse geht. Auf der Couch des Psychiaters erzählt er wider Willen seine Geschichte, sein Leben zwischen Hollywood und Berlin, zwischen der noch schwarz-weißen, stummen Traumfabrik und der umso grelleren, schreienden deutschen Wirklichkeit des frühen 20. Jahrhunderts. Jede Sitzung ein Kapitel. Ein Leben wie ein Roman.
Women – Annie Leibowitz
Annie Leibovitz ist bekannt für ihre außergewöhnlichen Frauenporträts. Eine neue Sammlung mit ihren jüngsten Arbeiten zu diesem Thema wird begleitet von der Neuauflage ihres bahnbrechenden Bildbands (1999) – beides zusammen in einer Schuberausgabe. Annie Leibovitz’ bahnbrechender Bildband mit Porträts von Frauen aus allen Lebensbereichen, der erstmals 1999 erschien, ist nun zusammen mit einem neuen Fotoband wieder erhältlich. Die breite Palette an Motiven spiegelt wider, wie Frauen heute aussehen: Tänzerinnen, Schauspielerinnen, Astronautinnen, Künstlerinnen, Politikerinnen, Bäuerinnen, Schriftstellerinnen, Geschäftsführerinnen, Philanthropinnen, Soldatinnen, Musikerinnen, Sportlerinnen, Prominente, Wissenschaftlerinnen. Zusammen enthalten diese sehr persönlichen Bücher mehr als 200 Porträts in dem einzigartigen, persönlichen und aufschlussreichen Stil, der Leibovitz’ Markenzeichen ist. Atemberaubend reproduzierte Fotografien – sowohl in Farbe als auch in Schwarz-Weiß – zeigen ein internationales „Who’s Who“ von Frauen, die positive Veränderungen in der Welt bewirken, von Louise Bourgeois, Joan Didion, Elizabeth Taylor und Eudora Welty bis hin zu Joan Baez, Billie Eilish, Greta Thunberg, Serena und Venus Williams sowie Anna Wintour. Mit Texten der nigerianischen Autorin Chimamanda Ngozi Adichie, von Susan Sontag, einer der bedeutendsten Schriftstellerinnen und öffentlichen Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, sowie der feministischen Ikone Gloria Steinem ist diese zweibändige Ausgabe im Schuber eine Hommage an Frauen von einer der einflussreichsten Fotografinnen unserer Zeit.
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


Können Sie mich sehen? – Martin Suter
Ihre Methoden sind agil, sie handeln proaktiv, präsentieren nachhaltige und skalierbare Lösungen – Topmanager leben in anderen Sphären. Da, wo die Luft dünn ist und ein einziger Fauxpas den Fall ins Bodenlose bedeuten kann. Doch nun halten Frauen Einzug ins Habitat der Krawattenträger, und das bei den Angestellten so beliebte Homeoffice lässt die Führungsriege mit abgesägten Hosen dastehen. Die Herausforderungen werden diverser. Wem kann man noch trauen? Den Topkadern entgleitet die Kontrolle.
Elke Heidenreich schreibt dazu: „Ich liebe diesen Sprachschwulst aus Businesskreisen – es ist ein bisschen wie bei Heidi Klum, wo die Möchtegernmodel Confidence und Attitude haben müssen, sonst fallen sie der Elimination anheim.“
