28. Februar 2022

Hofheim zeigt Flagge

Mahnwache gegen den Krieg in der Ukraine

Hunderte Menschen bei Mahnwache in Hofheim
Hofheims Bürgerinnen und Bürger zeigen sich bei einer Mahnwache am Sonntag solidarisch mit den Menschen in der Ukraine. Foto: C. Vogt

In Berlin waren es am Sonntag über 100.000 Menschen, die ihre Solidarität mit den Menschen in der Ukraine zum Ausdruck brachten. In Hofheim laut Angaben der Polizei mehr als 500. Bericht mit Video

Gelbe und blaue Luftballons und Fahnen wehen über dem Geländer vor dem Hofheimer Rathaus. Die Europäische und die deutsche Flagge sind auf Halbmast gehisst, als der Stadtverordnetenvorsteher Andreas Hegeler an das Mikrofon tritt und die Menge auf dem Chinonplatz zur Mahnwache für den Frieden in Europa und gegen den russischen Angriff auf die Ukraine begrüßt.

Hegeler war auch der Initiator und Organisator der Veranstaltung und zeigte sich sichtlich berührt über die Menge der Teilnehmer. In seiner kurzen Rede appellierte er an die Solidarität mit den Menschen in der Ukraine und betonte, dass dieser Krieg kein russischer Feldzug, sondern der Angriff Putins sei.

Ländcheshalle wieder mögliche Flüchtlingsunterkunft

Hofheims Bürgermeister Christian Vogt bereitete die Bürgerinnen und Bürger auf den zu erwartenden Flüchtlingsstrom vor. Als einen der möglichen ersten Unterbringungsorte nannte er die Wallauer Ländcheshalle.

Im Anschluss sprachen Michael Gahler MdEP und die Vertreter der Jugendorganisation von Grüne Jugend Main-Taunus, Junge Liberale JuLis Main-Taunus, Jusos Main-Taunus und Junge Union Main-Taunus. Sie alle machten klar, dass der jetzt von der Bundesregierung eingeschlagene Kurs der Sanktionen gegen Russland wichtig und richtig ist. Nur der Vertreter der Linke plädierte weiterhin gegen eine Aufrüstung der Verteidigungswaffen in Deutschland und die Lieferung deutscher Waffen und Munition Waffen an die Ukraine. Diese Forderungen wurden von zahlreichen Teilnehmern mit Pfiffen und Buhrufen quittiert.

Tränen und Trauer

In die hereinbrechende Dunkelheit entzündeten viel Teilnehmerinnen und Teilnehmer mitgebrachte Kerzen während das Pfarrerehepaar Ivonne und Thorsten Heinrich das Abschlussgebet sprachen. Ergreifend war der Moment, als die anwesenden Ukrainer ihre Nationalhymne sangen. Tränen flossen bei ihnen und vielen anderen, denn in Gedanken waren alle bei den Lieben in der Heimat, denen in diesen Stunden so großes Leid widerfährt. psn

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