10. Februar 2022

Hofheimer Sinngespräche – Veranstaltungen des VolksBildungsVereins in Pandemiezeiten

Programmhinweis

Wenn sich Menschen Gedanken machen, wie wir leben, was wir tun und wo Hoffnungen
mit möglichen Perspektiven sich verbinden, dann lohnt es sich einen Blick auf die
Hofheimer Sinngespräche zu werfen. Diese sind gerade in unserer Zeit so wichtig wie
das tägliche Brot, wo wir doch immer mehr von vielfältigen Herausforderungen getrieben
werden.

„Wandel, Verzicht oder Umkehr“ sind zu Losungen geworden, die auffordern, neu zu
denken. Ressourcenverbrauch, Artensterben, Klimaneutralität, Globalisierung,
Pandemie: Sind wir noch zu retten? Oder wie ist der Aufruf der neuen Ampelkoalition zu
verstehen – Fortschritt zu wagen! Welcher Fortschritt wird gemeint? Wohin soll er führen?
Mittendrin in diesem Wirrwarr voller Ungewissheit will der VBV Impulse geben: zu
reflektieren, zu disputieren und Meinungen auszutauschen. Dabei macht er nicht Halt vor
dem Virus, auch wenn Präsenzveranstaltungen zwangsläufig eingeschränkt sind. Die
Hofheimer Sinngespräche gehen weiter geplant. Spannende Themen sind in der
Vorbereitung: Wachstumskritik, Streitkultur oder Wie gehen wir zukünftig mit Mobilität in
Kernstädten um.


Am Freitag, den 25.02.2022, ab 19:30 Uhr wird in den 11. Hofheimer Sinngesprächen
das Thema „Streiten, ohne zu spalten – Mehr Mut für eine neue Streitkultur in Politik
und Gesellschaft“
behandelt.
Ohne Streit und Disput ist unsere Demokratie nicht überlebensfähig. Wir brauchen
konstruktive Auseinandersetzungen, um zu neuen erfolgreichen Lösungen zu kommen.
Kommunikation verlagert sich in virtuelle, digital gesteuerte Medien oder als Bewegung
auf die Straße. Der Kampf um Aufmerksamkeit und Zuspruch wird härter. Wir müssen
wieder lernen mehr zuzuhören, vor Ort in Hofheim, in unseren Familien, in Vereinen und
politischen Institutionen.

Passend zum Inhalt kommt der Impulsvortrag diesmal von Prof. Dr. Andrea Römmele, Professorin für Kommunikation in Politik und Gesellschaft an der Hertie School of Governance und Autorin des Buches „Zur Sache!: Für eine neue Streitkultur in Politik und Gesellschaft“.

Am Freitag, den 18.03.2022 wird die Reihe mit der Veranstaltung:
„Wachstumskritik der Degrowth-Bewegung – Trendgequatsche oder
Hoffnungsschimmer“
fortgesetzt.
Die täglichen Schreckensmeldungen über den Zustand unseres Planeten und die Folgen
übermäßigen Konsums gehen nicht mehr spurlos an uns vorbei. In diesem Sinngespräch
soll sich das Publikum nicht in apokalyptischen Szenarien verlieren, weil diese zur
Genüge bekannt sind. Es wird vielmehr der Frage nachzugehen sein, ob und wie ein
Wirtschaften jenseits des Anspruchs auf Wachstum funktionieren könnte, bei dem ein
gutes und gerechteres Leben für alle ermöglicht wird.

Das Impulsreferat hält Kai Kuhnhenn, Mitarbeiter des Konzeptwerk Neue Ökonomie,
einem Kollektiv aus Leipzig, das sich für eine soziale, demokratische und ökologische
Wirtschaft und Gesellschaft einsetzt. Vor seiner Arbeit im Konzeptwerk war er über 8
Jahre im Umweltbundesamt im Fachgebiet Energiestrategien und -szenarien.

Moderation Ansgar Kemmann

Beide Veranstaltungen liegen wieder in den bewährten Moderatorenhänden von Ansgar
Kemmann, Leiter des Bundeswettbewerbs „Jugend debattiert“ bei der gemeinnützigen
Hertie-Stiftung Frankfurt a.M. und finden im Schönbornsaal im Haus der Vereine in
Hofheim statt.

Veranstaltungsinformationen und den Kartenvorverkauf finden sie hier.

Hinweis: Die Teilnahme unterliegt den aktuell gültigen Hygieneregeln. red

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