10. März 2022

Hofheim testet Kotbeutelspender an zwei Standorten

Umweltschutz

Hundekot ist nicht nur in Hofheim ein Problem.
Erster Stadtrat Wolfgang Exner an einem der neuen Kotbeutelspender am Standort „In der Jägergärten“. Foto: Stadt Hofheim

Was in vielen Städten und Gemeinden in Deutschland schon seit Jahren gang und gäbe ist, kommt als Test jetzt auch nach Hofheim. Spenderboxen für Plastikbeutel, mit denen Hundebesitzer den Kot ihrer Lieblinge aufheben und in einer Mülltonne entsorgen können.

Die Stadt testet an zwei Standorten die Resonanz der Hundebesitzerinnen und -besitzer auf Kotbeutelspender. „In den Jägergärten“ in der Kernstadt und auf dem Zimmerplatz im Stadtteil Lorsbach sind die Metallbehälter installiert, aus denen die Beutel gezogen und dann mit Hundehaufen gefüllt in Abfalleimern entsorgt werden können. Das Angebot der Stadt, sich an den zwei Standorten mit Beuteln zu versorgen, richtet sich an alle Menschen, die mit ihrem Vierbeiner Gassi gehen. Es soll ein Jahr lang getestet werden, wie die Beutel durch die Bevölkerung angenommen werden. Der Bauhofmitarbeiter, der die Abfallbehälter im Umfeld der Kotbeutelspender leert, wird dies bei der wöchentlichen Leerung erfassen und die Spender befüllen. Dieser Verbrauch soll über das Jahr festgehalten werden.

Flächendeckendes Problem

„Das Thema Hundekot auf Spielplätzen, Feldwegen und anderswo ist nicht neu, ist aber wieder akut geworden. Bürgerinnen und Bürger mit und ohne eigenen Hund senden uns E-Mails mit eindeutigen Fotos. Uns erreichen zudem Anfragen und Anträge aus den Ortsbeiräten“, sagt Bürgermeister Christian Vogt. „Die überwiegende Zahl derjenigen, die mit ihrem Hund Gassi gehen, entsorgt den Kot ordentlich. Leider gibt es einige Hundehalterinnen und -halter, die außerhalb aller Regeln leben und denen die Hinterlassenschaft ihres Tieres völlig egal ist.“

Schlechte Erfahrung in der Vergangenheit

„Frühere Erfahrungen mit Kotbeutelspendern haben leider gezeigt, dass der Verbrauch der Beutel und die Zahl der im Umfeld entsorgten Beutel in keinem Verhältnis stand. So viele Hunde wie es für den damaligen Verbrauch an Beuteln benötigt hätte, waren in Hofheim gar nicht angemeldet. Ich hoffe, dass dies bei unserem erneuten Anlauf anders sein wird und die Beutel tatsächlich nur zum Entsorgen des Hundekots verwendet werden“, sagt der für die Abfallwirtschaft zuständige Dezernent Erster Stadtrat Wolfgang Exner.

Appell an Herrchen und Frauchen

Exner appelliert an Hundehalterinnen und -halter, den Hundekot nicht liegen zu lassen, sondern in einen Beutel zu packen und in Abfalleimern zu entsorgen. „Unseren Landwirten geht durch den Hundekot auf ihren Feldern die Ernte kaputt und für Tiere sind die Hundehaufen lebensgefährlich. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn gefüllte Hundekotbeutel auf Wiesen oder in den Wald geworfen und mitgefressen werden.“ Der Hofheimer Außenbereich ist Begegnungsfläche von professioneller landwirtschaftlicher Nahrungsmittelproduktion und Freizeitnutzung. „Gegenseitige Rücksichtnahme ist da Pflicht.“

Thema im Wallauer Ortsbeirat

Auch in Wallau waren Mülleimer mit Kotbeutelspendern im vergangenen Jahr Thema im Ortsbeirat. Eine von einer engagierten Hundehalterin eingereichte Liste mit möglichen Standorten, wurde von der CDU Fraktion bereits im August 2021 eingereicht. Schon damals verwies Exner auf den jetzt gestarteten Testlauf an zwei Standorten. red

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