12. April 2022

Was fehlt in Hofheim? Bestandsaufnahme der Sportstätten startet

Entwicklungsplan

Die Stadt Hofheim hat die Stuttgarter Beratungsfirma „Pan Geo – Gesellschaft für Angewandte Geographie“ damit beauftragt, einen Sportentwicklungsplan zu erarbeiten. „Wir wollen so eine solide Grundlage schaffen für die künftigen politischen Entscheidungen im Bereich des Sports und der Sportvereine“, so Bürgermeister Christian Vogt. Dabei geht es nach Angaben von Vogt zunächst einmal um eine Bestandsaufnahme: Was haben wir? Und im zweiten Schritt um die Frage: Was fehlt Hofheim?

„Auf der Haben-Seite stehen 47 Sportvereine und 45 Sportanlagen, darunter sechs städtische“, erläutert Vogt. „Beim zweiten Schritt geht es um einen ganzheitlichen Ansatz: Was wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger und die Vereine?“ Um das herauszufinden, haben die Firma „Pan Geo“ und die Stadt einen Fragebogen entwickelt. Darin wird die Bevölkerung nach ihrem Sportverhalten, nach ihren Bedürfnissen und nach ihrer Einschätzung der Situation des Sports in Hofheim gefragt.

Der Fragebogen wird ab Ende April auf der Homepage der Stadt Hofheim abrufbar sein. Er wird im Bürgerbüro ausliegen und in größerer Zahl an die Hofheimer Sportvereine und an die städtischen Gremien verschickt. Außerdem soll der Fragebogen als Postwurfsendung an die Hofheimer Haushalte gehen. „Uns ist eine breite Beteiligung wichtig“, so Vogt. „Möglichst viele Hofheimerinnen und Hofheimer können und sollen sich einbringen.“

Beteiligungsprozess

So sollen sich am weiteren Prozess zahlreiche Personengruppen beteiligen – zum Beispiel Sportvereine, kommerzieller Sport, Freizeitsportlerinnen und Sportler ohne Organisation oder der Reha- und Gesundheitsbereich.

Ein Schwerpunkt des Sportentwicklungsplans wird der Sportpark Heide sein, die größte Leichtathletik-Anlage im Main-Taunus-Kreis. „Die Anlage ist eine Sport-Oase. Gleichzeitig ist sie mit all den Wander- und Radwegen ein Tor zum Taunus. Deshalb wollen wir in unsere Überlegungen das ganze Areal miteinbeziehen“, kündigt Vogt an.

Ergebnisoffen

Aber auch kleinere Projekte sollen im Sportentwicklungsplan berücksichtigt werden. So ist seit Beginn der Pandemie die Nachfrage nach Outdoor-Aktivitäten groß. „Wir sind gespannt auf die Auswertung der Fragebögen: Wünschen sich die Hofheimerinnen und Hofheimer eine Neuauflage der Trimm-dich-Pfade der 1980er Jahre? Oder ist die Begeisterung – wie beim Slacklining vor einigen Jahren – nur von kurzer Dauer? Wir haben keine vorgefertigten Erwartungen, sondern wir sind offen für die Ergebnisse“, sagt Vogt.

Die Kosten für die Erstellung des Sportentwicklungsplans belaufen sich auf knapp 40.000 Euro.

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