12. Juli 2021

Wiesbaden reagiert mit Beschleunigung des Auto- und Busverkehrs auf Salzbachtalbrückensperrung

Verkehrsregelung

Die Sperrung der Salzbachtalbrücke führt zu massiven Verkehrsstörungen. Die Landeshauptstadt Wiesbaden versucht mit weiteren Maßnahmen für eine Beschleunigung des Auto- und Busverkehrs zu sorgen.

Seit dem Wochenende 10./11. Juli, wird die Verkehrsführung auf der Mainzer Straße rund um den Amöneburger Kreisel neu geordnet und mit gelber Baustellenmarkierung eine Busspur geschaffen. Die Maßnahme ist befristet für die Zeit der Sperrung des Wiesbadener Hauptbahnhofs (Bahnlinien S1, S8, S9, RB10, RB75) vorgesehen. „Tausende Wiesbadener Pendler müssen jeden Morgen mit der Bahn nach Frankfurt oder Mainz zur Arbeit. Dabei sind sie derzeit besonders auf die Bahnhöfe Biebrich und Wiesbaden-Ost angewiesen. In den ersten Tagen glich es angesichts des Staus einer Odyssee, überhaupt eine Bahn zu erreichen. Mit der Busspur am Amöneburger Kreisel beschleunigen wir die ESWE-Busse 6 und 33 sowie die Schienenersatzbusse in ihrer Anfahrt zum Bahnhof Wiesbaden-Ost und stärken so in diesen schwierigen Zeiten den ÖPNV wirksam und konkret.“ Von der temporären Busspur profitieren bis zu 20 Busse pro Stunde.

Um die Belastungen durch die Markierungsmaßnahme so gering wie möglich zu halten, sollen die Arbeiten am Sonntag durchgeführt werden.

Kraftakt für die Behörden

Auf dem Theodor-Heuss-Ring (2. Ring) wird bergauf, zwischen Mainzer Straße und Biebricher Allee, per gelber Baustellenmarkierung temporär eine zweite Fahrspur hinzugefügt, um einen besseren Verkehrsfluss auf dieser wichtigen Achse zu ermöglichen.

Bereits realisiert wurde der Abschnitt Breitenbachstraße bis Biebricher Allee. Hierzu mussten auf beiden Straßenseiten einzelne Parkplätze umgenutzt werden. „Unsere ersten Beobachtungen zeigen, dass die Maßnahme sich schon jetzt positiv auf den Verkehrsfluss auswirkt. Ich danke dem Tiefbau- und Vermessungsamt und dem Straßenverkehrsamt, dass sie diese Lösung in Rekordzeit auf die Straße gebracht haben“, so Verkehrsdezernent Andreas Kowol. Auch den städtischen Gremien gebühre Dank für die Unterstützung der Notmaßnahmen. „Es ist ein Kraftakt, aber wir bekommen die Situation Tag für Tag besser in den Griff, auch dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit der Autobahn GmbH und Hessen Mobil.“

Parkplätze entfallen

Die Verlängerung der Zweispurigkeit im südlichen Abschnitt des Theodor-Heuss-Rings bereits ab Mainzer Straße ist in Vorbereitung. Hierfür wird der östliche Parkstreifen umgenutzt, der westliche bleibt erhalten. Geprüft wird dabei auch, ob der Fahrbahnteiler vor der Breitenbachstraße durch eine provisorische Bedarfsampel ersetzt werden kann, um die zusätzliche Fahspur ohne Lücken herstellen zu können.

Als Kompensation für die weggefallenen Parkplätze prüft das Tiefbau- und Vermessungsamt die Herstellung von Ersatzparkplätzen in der südlichen Breitenbachstraße.

Prüfung weiterer Maßnahmen

Die Notmaßnahmen werden vom Verkehrsdezernat im Auftrag des Magistrats, des Mobilitätsausschusses und des Ausschusses für Finanzen und Beteiligungen umgesetzt. Die direkt betroffenen Ortsbeiräte Biebrich, Amöneburg und Südost wurden vorab informiert. Weitere Notmaßnahmen zur Verbesserung des Verkehrsflusses und der Erreichbarkeit der Bahnhöfe Biebrich, Wiesbaden-Ost und Schierstein befinden sich in Prüfung. red

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