5. Juli 2022

Frische Ideen für eine für Hofheim – was will die kommende Generation?

Projekt "Jugend entscheidet"

Die geburtenstarken Jahrgänge verabschieden sich nach und nach in die Rente. Was erwarten die kommenden Genrationen von ihrer Stadt? Was fehlt der Hofheimer Jugend? Wie sollte sich die Stadt in der Zukunft ausrichten, dass sie auch für jüngere Menschen lebenswert ist. Diese und andere Fragen sollen im Rahmen des Programms „Jugend entscheidet“ beantwortet werden.

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Denn Hofheim hat sich erfolgreich bei der gemeinnützigen Hertie-Stiftung für dieses Programm beworben. Bundesweit hatten 151 Kommunen ihre Bewerbungen eingereicht, 15 wurden ausgewählt. Hofheim ist eine davon.

Mit diesem Programm können Jugendliche praktisch erfahren, dass es sich lohnt, sich vor Ort für die Demokratie und die Mitgestaltung der eigenen Stadt einzusetzen. „In Hofheim soll künftig jeder Jugendliche die Chance haben zu sehen, dass er ein Teil des großen Ganzen ist und mitentscheiden kann, wie sein Leben und sein Alltag geregelt sind“, erklärt Bürgermeister Christian Vogt den Hintergrund der Bewerbung für „Jugend entscheidet“. Dabei sollten die Jugendlichen den Prozess von der Information, über faire Diskussionen und Meinungsbildung bis hin zum Treffen einer Entscheidung, die dann auch in die Tat umgesetzt wird, erleben. „Wir wollen die Jugendlichen motivieren, ihre Meinung zu äußern und sie sollen erkennen, was ihre Stimme bewegen kann.“

Mehrteiliges Entscheidungsverfahren

Kern des Beteiligungsprozesses ist ein mehrteiliges Entscheidungsverfahren, in dem die Jugendlichen zunächst in vom Verein “Politik zum Anfassen e.V.” moderierten Thementagen ihre Ideen, Vorschläge und Projekte einbringen und diskutieren. Im Anschluss arbeiten Politik und Verwaltung konkrete Vorschläge aus, die wiederum von den Jugendlichen diskutiert und priorisiert werden. Am Ende stimmt schließlich der Stadt- oder Gemeinderat in einer öffentlichen Ratssitzung ab und der Vorschlag wird umgesetzt.

Ablauf

In Hofheim werden die Thementage am Donnerstag, 29. September, von 16.00 bis 19.00 Uhr und Freitag, 30. September, 8.00 bis 14.00 Uhr, stattfinden. Im Anschluss an den ersten Thementag gibt es einen „bunten Abend“ mit Essen und Trinken. Die Jugendarbeit der Stadt Hofheim wirbt ab sofort bei den Jugendlichen im Stadtgebiet, in Vereinen und Schulen für eine Beteiligung. Jugendliche aus Hofheim oder solche, die in Hofheim ihre Freizeit verbringen, können dabei sein.

Fachleute bringen sich ein

Teil des Kommunalen Projektteams sind Christian Vogt (Bürgermeister), Erkan Satir (Jugendarbeit der Stadt Hofheim / Kommunale Ansprechperson für das Projekt), Bastian Schade (Mobile Jugendarbeit JJ), Carmen Weber (Jugendarbeit der Stadt Hofheim), Susanne Schindler (Leitung Fachbereich Soziales), Jonathan Vorrath (Pressesprecher), Andreas Hegeler (Stadtverordnetenvorsteher), Haluk Kaya (Ausschussvorsitzender Ausschuss für Jugend, Sport, Kultur, Soziales und Integration), Niklas Schulze (Team Sport und Vereine).

Jede Kommune erhält für das Projekt eine eigene, professionelle Prozessbegleitung. Um im Zuge von „Jugend entscheidet“ lokale Veranstaltungen vor Ort durchführen zu können, erhalten die teilnehmenden Kommunen zudem eine finanzielle Unterstützung von 5.000 Euro. Gefördert werden Städte und Gemeinden mit bis zu 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, in denen es noch kein etabliertes Format der Jugendbeteiligung gibt. Eine solche Beteiligung gibt es in Hofheim bislang nur für Kinder und Schüler in Form der Kinder- und Schülerparlamente. Sie sollen sich für ein konkretes Projekt engagieren können. Die Anmeldung ist im Haus der Jugend, Burgstraße 30, sowie im Internet möglich. red

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