Die Linke Hofheim hat bei ihrem Ortsverbandstreffen am 23. Juni ein neues Führungsteam gewählt. Künftig werden Zoe Garnjost, Baris Agus und Thomas Völker den Ortsverband gemeinsam leiten. Die Wahl erfolgte einstimmig.
Innerhalb des neuen Führungstrios übernimmt Zoe Garnjost, die zugleich stellvertretende Kreisvorsitzende ist, den Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit. Der Hofheimer Stadtverordnete Baris Agus wird die politische Arbeit koordinieren, während Thomas Völker künftig vor allem für organisatorische Aufgaben verantwortlich ist. Gleichzeitig dankten die drei ihrem Vorgänger Leonard Bickert für dessen Engagement beim Aufbau des Ortsverbandes.
Neben den Vorstandswahlen stand die angespannte Haushaltslage der Stadt Hofheim im Mittelpunkt der Diskussion. Die Mitglieder sprachen sich dafür aus, den vorgesehenen Konsolidierungszeitraum zu verlängern. Nach Auffassung der Linken könnten dadurch soziale Härten vermieden und weitere Erhöhungen der Grundsteuer verhindert werden.
Die Partei lehnt nach eigenen Angaben weitere Einsparungen im Sozial- und Kulturbereich, Kürzungen bei der Vereinsförderung sowie höhere Kita-Gebühren ab. Ebenso spricht sie sich gegen einen Verkauf weiterer städtischer Immobilien aus, da dies aus ihrer Sicht die langfristige Stadtentwicklung erschweren würde.
Auch den Ausbau zusätzlicher Gewerbegebiete sieht die Linke nicht als geeignetes Mittel zur kurzfristigen Haushaltssanierung. Die Entwicklung solcher Flächen benötige Zeit und führe wegen der erforderlichen Unternehmensinvestitionen nicht kurzfristig zu höheren Gewerbesteuereinnahmen. Zudem verweist die Partei auf den Verlust wertvoller Böden durch zusätzliche Flächenversiegelung.
Vor diesem Hintergrund bekräftigte der Ortsverband seine Unterstützung für die Position der Stadtfraktion unter anderem bei den Themen KlimaWildnis und Waldstilllegung. Nach Auffassung der Linken lassen sich hier ökologische Ziele und zusätzliche Einnahmen miteinander verbinden.
Das nächste öffentliche Treffen des Ortsverbandes findet am 24. August um 19.30 Uhr statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind dazu eingeladen.