Hart umkämpfte Duelle, beste Unterhaltung und viele persönliche Begegnungen: Die Boxveranstaltung „Clash on Clay“ in der Lucius D. Clay Kaserne in Wiesbaden zeigte eindrucksvoll, wie Sport Brücken zwischen Menschen schlagen kann.
Im riesigen Michael B. Riley Fitness Center auf dem Kasernengelände in Erbenheim erhielten zahlreiche deutsche Gäste die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des amerikanischen Militärstandorts zu werfen und das Leben der Soldatinnen und Soldaten sowie ihrer Familien kennenzulernen.
Spannende Kämpfe im Ring
Die Tribünen und VIP-Tische rund um den Boxring waren bis auf den letzten Platz besetzt. Insgesamt standen 14 Kämpfe mit jeweils drei Runden auf dem Programm. 26 Männer und zwei Frauen traten in den Gewichtsklassen von 60 bis über 92 Kilogramm gegeneinander an.
Neben Athletinnen und Athleten aus Wiesbaden gingen auch Boxer aus den US-Standorten Ramstein, Hohenfels, Grafenwöhr, Baumholder und Ansbach an den Start.
Im Ring wurde engagiert, hart und gleichzeitig ausgesprochen fair gekämpft. Das Publikum ließ sich von der Atmosphäre mitreißen, feuerte die Lokalmatadore lautstark an und spendete ebenso viel Applaus, wenn Boxer aus anderen Standorten einen Kampf für sich entschieden.
Besonders unterhaltsam war der Einsatz der an den VIP-Tischen ausliegenden Schweißtücher. Immer wieder wurden sie geschwenkt, um einem angeschlagenen Boxer augenzwinkernd zu signalisieren, dass es vielleicht besser wäre, „das Handtuch zu werfen“. Dass das Publikum mit seinem Gespür nicht ganz falsch lag, bewiesen ein technischer und ein klassischer K.o., die den Abend zusätzlich spektakulär machten.
Gute Stimmung auch außerhalb des Rings
Nicht nur die Kämpfe sorgten für beste Unterhaltung. Wer sich noch an frühere Boxveranstaltungen erinnert, kennt die sogenannten Ring-Girls, die traditionell die nächste Runde ankündigten. In Erbenheim übernahmen diese Aufgabe kurzerhand einige gut gelaunte Besucherinnen aus dem Publikum. Mit viel Charme und den Tischnummern in den Händen sorgten sie für zahlreiche Lacher und spontanen Applaus.
Auch die Pause wurde zum Erlebnis. Während ein DJ für passende Dancefloor-Musik sorgte, nutzten viele Gäste die Gelegenheit für eine spontane Runde Line Dance. Die ausgelassene Stimmung machte deutlich, dass der Abend weit mehr war als eine reine Sportveranstaltung.
Sport als Brücke zwischen den Kulturen
„Clash on Clay“ zeigte eindrucksvoll, wie unkompliziert Begegnungen zwischen Deutschen und Amerikanern gelingen können. Gerade der Sport schafft eine gemeinsame Sprache, die ohne viele Worte funktioniert.
Solche Veranstaltungen hätten durchaus das Potenzial, künftig auch öffentlich ausgetragen zu werden. Eine Boxgala mit deutschen und amerikanischen Sportlerinnen und Sportlern – beispielsweise in der BRITA-Arena in Wiesbaden – wäre sicherlich ein besonderes Ereignis. In Zeiten, in denen häufig das Trennende im Vordergrund steht, sind Begegnungen wie diese ein schönes Beispiel dafür, wie leicht sich Gemeinsamkeiten entdecken lassen.
Freundschaftsfest läuft noch bis Sonntag
Wer die deutsch-amerikanische Gastfreundschaft selbst erleben möchte, hat dazu noch bis zum 5. Juli Gelegenheit. Beim Deutsch-Amerikanischen Freundschaftsfest auf dem Wiesbadener Hainerberg erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm. Höhepunkt ist am Samstagabend das große Feuerwerk zum amerikanischen Unabhängigkeitstag – eine weitere Gelegenheit, die Verbundenheit zwischen den beiden Nationen zu feiern. psn
Wird es so eine möglichkeit nochmal geben
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