29. April 2021

Start mit Verspätung

Erdbeerernte startet eine Woche später

Selbstgepflückt am besten.
Die guten ins Körbchen und die besten in den Mund. Foto: Petra Schumann

Auch wenn es 2021 eine Woche länger als in den Vorjahren dauerte, bis die ersten saftigen roten Früchte geerntet werden konnten, ist die Begeisterung für die heimische Erdbeere ungebrochen. Das zeigte auch der große Presseauftrieb beim Start in die Erdbeersaison 2021 an den Wallauer Sonnentunneln von Paul´s Bauernhof.

Selbst prominente „Erntehelfer“ kamen, um diesem alljährlichen Akt beizuwohnen, und so gaben sich der Landrat des Main-Taunus-Kreises Michael Cyriax und der Hofheimer Bürgermeister Christan Vogt die Ehre und naschten vor Ort begeistert ein paar frische Früchtchen.

Großen Früchte mit ausgezeichnetem Aroma

Obwohl der Witterungsverlauf im Winter/Frühjahr 2020/21 das Team rund um Erdbeerbauer Reiner Paul vor echte Herausforderungen gestellt hatte. Liegen die ersten reifen Früchte nun unverändert lecker in den Schalen. Das ausgeklügelte Anbauverfahren in den sogenannten Sonnentunneln, speichert die Energie der Wintersonne und erwärmt die Felder bereits, wenn draußen noch tiefe Minusgrade herrschen. Und so führte der Wintereinbruch nach Ostern auch nur zu einer gut einwöchigen Verspätung. Immerhin vier Wochen früher als die ersten Freilandbeeren, die allerdings in kalten Nächten ebenfalls unter Folien geschützt gedeihen. Geerntet werden jetzt die Frühsorten mit großen Früchten und einem ausgezeichneten Aroma, das sich auf die zahlreichen Sonnenstunden der vergangenen Wochen zurückführen lässt.

Corona-gerechte Unterbringung von Erntehelfern

Für diese Arbeiten müssen auch bei Paul´s Bauernhof Erntehelfer aus dem europäischen Ausland angestellt werden. Dank eines umfangreichen Hygienekonzeptes konnte die Saison 2020 ohne Corona Infektion abgeschlossen werden. „Dies soll 2021 natürlich genauso verlaufen“, sagt Reiner Paul am Rande der Pressekonferenz. Er sieht sein Team gut vorbereitet für den diesjährigen Ernteverlauf, wobei gerade die Corona gerechte Unterbringung seiner Mitarbeiter das Unternehmen vor große Herausforderungen stellt.

Zehn Erdbeersorten bis Oktober

Auch in Sachen Nachhaltigkeit der Produkte ist man bei Paul´s Bauernhof, laut eigenen Aussagen, weiter. Im Winter wurde ein Wasserspeicherbecken mit einem Fassungsvermögen von 10.000 m³ errichtet, um Regenwasser im Winter zu speichern, das in den Sommermonaten zur Bewässerung der Pflanzen genutzt wirdn. Dafür sind gut 500 Kilometer Tropfschläuche auf den Erdbeerfeldern verlegt worden, um das Wasser, quasi ohne Verdunstungsverluste, zu den Wurzeln der Erdbeerpflanzen zu bringen. Bis Oktober können so zehn verschiedene Sorten mit unterschiedlichen Reifezeitpunkten den Verbrauchern angeboten werden.


Hier gibt es die süßen Dinger

Die Erdbeeren gibt es wie jedes Jahr an den knallroten Verkaufsständen von Paul´s Bauernhof, dem eigenen Hofladen im Ortskern von Wallau und in ausgewählten Supermärkten in der Region. Paul bedient damit den Trend zu heimischen Lebensmitteln, der durch die Corona Pandemie weiter verstärkt wurde. Ein Hauptgrund ist, dass heimische Erdbeeren in der Regel durch ihren Geschmack überzeugen.

Alles hat seinen Preis

Einen Wermutstropfen gibt es in diesem Jahr auch, Corona treibt die Erdbeerpreise in die Höhe. Aufgrund der zusätzlichen Hygienemaßnahmen und den damit verbundenen Kosten, steigt der Preis um 0,50 bis 1 Euro pro 500 Gramm. Aktuell werden die Schalen für 5 Euro angeboten. Die gute Nachricht ist, wie beim Spargel entwickelt sich der Preis bei steigendem Angebot nach unten. psn

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